Luftfahrtforschung Ingineur/in
oder Wissenschaftler/in für Luft- und Raumfahrt

 

Wenn man im Bereich der Luftfahrtforschung arbeiten möchte, muss man zunächst ein vollendetes Studium im Bereich des Maschinenbaus mit der Vertiefung Luft- und Raumfahrttechnik studieren. Dieses Studium kann man beispielsweise in Braunschweig, Koblenz, Hamburg und in vielen weiteren Städten absolvieren. Ein duales Studium ist in den aufgelisteten Städten jedoch nicht möglich. Dieses kann man wiederum bei der Bundeswehr oder an der Hochschule in Altenkirchen durchführen.

Es gibt verschiedene Bereiche der Luftfahrtforschung. Man kann sich auf das Ingenieurwesen, die Physik oder die Mathematik spezialisieren.

Herr Kilian, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet, beschäftigt sich mit der Luftfahrtforschung im Bereich Aerodynamik. Dabei führt er im Rahmen diverser nationaler und internationaler Forschungsprojekte Strömungssimulationen und Windkanalexperimente durch. Die Ergebnisse fließen in den Flugzeugentwurf und bei der Optimierung bestehender Flugzeuge ein.

Das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs der Luft- und Raumfahrt liegt ungefähr bei 3.500€ brutto im Monat. Man kann am Anfang seiner Kartiere bis zu 5.000€ brutto im Monat verdienen. Das Jahreseinkommen liegt bei ungefähr 45.000€ brutto.

Wie viel man im Laufe der Karriere verdienen kann, hängt davon ab, wie groß und einflussreich die Firma, in der man arbeitet, ist. Aber im wesentlichen verdient ein Ingenieur der Luft- und Raumfahrt zwischen 92.000€ (etwa 7.700€ brutto im Monat) und 124.000€ (mehr als 10.000€ brutto im Monat) im Jahr.

Merle Löw (9)

Diplomchemiker

Was macht man als Diplomchemiker?

Der Diplomchemiker versucht in einem Forschungsinstitut oder in der Industrie neue Substanzen und Stoffe (wie Polymere) herzustellen und deren Eigenschaften oder Verhaltensweisen mithilfe von Experimenten zu erforschen und zu optimieren. Dabei stellt der Diplomchemiker verschiedene theoretische Forschungsideen auf und untersucht diese im Nachhinein im Labor, um am Ende mögliche neue Resultate protokollieren und weitergeben zu können.

Bin ich für diesen Beruf geeignet?

Wer eine große Begeisterung an Forschung und Naturwissenschaften hat, ist hier auf jeden Fall richtig! Doch reicht das allein nicht aus, um in den Beruf einsteigen zu können: Bei der Versuchsplanung sowie im Labor ist sowohl analytisches Denken und zum Teil auch räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, als auch die Fähigkeit über den Tellerrand hinausgucken zu können. Außerdem muss man als Forscher sehr viel Geduld und ein hohes Durchhaltevermögen mitbringen, da Experimente nicht von Anfang an wie geplant funktionieren können.

Kommunikation ist auch ein wichtiger Bestandteil in der Forschung, größtenteils wird Englisch gesprochen, da Forschungsergebnisse weltweit ausgetauscht werden und viele Forscher aus den verschiedensten Teilen der Welt z.B. auf Tagungen zusammenkommen. Um herauszufinden, ob man geeignet ist, kann man ein Praktikum z. B. in Schülerlaboren an Universitäten, in der Industrie oder in einem Krankenhauslabor vorab absolvieren.

Gibt es sonstige Besonderheiten, die der Beruf mit sich bringt?

Wenn man in diesen Beruf einsteigen möchte, sollte einem auf jeden Fall klar sein, dass man viele Protokolle schreiben muss oder Graphiken aufstellen muss, die die Versuchsergebnisse festhalten. Das Dokumentieren ist ein wichtiger Bestandteil im Beruf, erst recht in den Forschungsinstituten, weswegen das Berichteschreiben über neue Erkenntnisse zum Alltag gehört.

Dazu kommt, dass man nicht den ganzen Tag im Labor verbringt, sowie es sich die Meisten wünschen würden, man verbringt auch viel Zeit im Büro oder befindet sich auf Dienstreisen oder wichtigen Konferenzen.

Später, wenn man sich in der Promotions-/Habilitationsphase befindet (oder diese abgeschlossen hat), ist man auch oft an Universitäten beim Betreuen von Vorlesungen, Übungen oder Praktika anzutreffen, da dies im späteren Berufsverlauf mit dazugehört, denn das Forschen bringt auch das Lehren mit sich.

 

Welchen Weg muss ich eingehen, um in diesem Beruf tätig zu sein?

Zunächst einmal ist ein Abitur erforderlich, da man für diesen Beruf studieren muss. Bevor man studiert, ist es jedoch möglich, erst eine Ausbildung als Chemielaborant zu machen, ansonsten beginnt man direkt biomedizinische Chemie an der Universität zu studieren. In fünf Jahren kann man dann sein Bachelor und Master of Science in Chemistry absolvieren. Während der Semester sind verschiedene Schwerpunkte anzutreffen, z. B. Organik, Polymerwissenschaften oder Analytik. Als Wahlfächer ist es auch möglich, sein Wissen in biophysikalischer Chemie oder Pharmazie zu erweitern.

Nach dem Studium folgt in der Regel eine ca. dreijährige Promotion, wodurch man dann seinen Doktor in Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) erhalten kann. Häufig bietet sich danach noch für weitere zwei Jahre eine Tätigkeit als Postdoc an, welcher aber nicht verpflichtend ist. Finanziell gelten dieselben Regelungen wie bei den meisten Ausbildungen, entweder man bezahlt alles oder man holt sich Unterstützung über die BAföG. Wenn man dann einen Beruf als Polymerchemiker in der Industrie gefunden hat, bedeutet das nicht, dass man sofort in die Forschung einsteigen kann. Dies ist erst möglich, wenn ein Forschungsprojekt bevorsteht und dann kann man als frisch promovierter Forscher eine Summe von ca. 4 400 (Brutto) erhalten, später kann die Summe bis zu ca. 5400 ansteigen. Für eine Universitätskarriere ist danach oft noch eine fünfjährige Habilitation notwendig, um als Professor Vorlesungen halten zu können.

 

Gibt es Sonstiges, worauf ich achten sollte?

Natürlich arbeitet man im Labor mit verschiedenen gefährlichen Substanzen (z. B. krebserregende Stoffe), die spezielle Schutzkleidung benötigen und mit denen besonders umgegangen werden muss, jedoch sollte man keine große Angst haben, weil man im Studium darauf vorbereitet wird. Außerdem sollte einem bewusst sein, dass manchmal Tierversuche durchgeführt werden müssen, um Gefahren für den menschlichen Körper auszuschließen (jedoch gibt es schon Alternativen, Tierversuche so oft wie möglich zu vermeiden). Der Beruf im Allgemeinen ist nicht sehr stabil, solange man nicht mit einem größeren Forschungsprojekt beschäftigt ist. Aber für die Zukunft hat der Beruf viele Perspektiven, da aktuelle Themen wie die Globalisierung, die Klimaveränderung und die Digitalisierung neue Herausforderungen an die Forschung stellen.

Alice Fedulov (11 MSS)

Interface Designer

Was ist ein Interface?

  • Als Interface (zu Deutsch: Schnittstelle) werden die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine bezeichnet.
  • Beispiele: Einstelloptionen bei Backöfen (z.B. Umluft oder Ober-/Unterhitze, Temperatur, etc.) oder Apps (z.B. WhatsApp, Youtube), da sie die Schnittstellen zwischen dem Smartphone, Tablet oder Computer und dem User sind

Aufgaben

  • App-Ideen in Konzepte gestalten, um sie dann an die Entwickler zu überreichen
  • Apps einfach und intuitiv gestalten
  • Bedienbarkeit (Accessibility) herstellen (z.B. ob Texte groß genug und klar lesbar sind oder ob das Interface auch für farbenblinde Personen geeignet ist)

Studium

  • Informationsdesign (Kommunikationsdesign)
  • Dauer: 6 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Arts
  • Master of Arts im Anschlussstudium
  • sowohl an einer Hochschule als auch an einer Universität studierbar
  • Semester 1-4 aufbauend, Semester 5: Auswahl einer der drei Vertiefungsrichtungen (Communication-, Interaction- oder Mediadesign), Semester 6: Berufspraktikum
  • Voraussetzungen für das Studium: Neugier, Motivation und Eigenwillen; künstlerische Fähigkeiten sind kein Muss

Themen im Studium

  • Vermittlung von Erfahrung und einen Einblick in diverse Design-Richtungen
  • Angebote verschiedener Kurse (je nach Interesse) z.B.:                                                                                   Typografie, 3D-Design, Fotografie, Kunst, Kunstgeschichte, Usability Design, Webdesign, Film und Animation

Berufsmöglichkeiten

  • Berufe mit kreativen Tätigkeiten, wie z.B. Produktdesigner, Fotograf, Filmemacher, aber auch Ausstellungsdesigner, Illustrator, Motion Designer oder Screendesigner

Aufstiegsmöglichkeiten

  • Angefangen beim Junior Designer (max. 5 Jahre Berufserfahrung) besteht die Möglichkeit, zum Senior Designer aufzusteigen
  • Verschiedene Führungsrollen in Design-Teams (Creative Director, Design Lead oder Design Manager)

Selbstständig

  • Mitwirkung bei mehreren Projekten und Kunden
  • jegliche Prozesse, Aufgaben und Abwicklungen müssen bzw. können selbst definiert werden
  • Verantwortung trägt man komplett selbst
  • freie Entscheidung, wo und wann man arbeitet
  • man ist sein eigener Chef, da man seine Zeit und den Stundensatz selbst definieren kann

Ein normaler Arbeitstag?

  • Gibt es als Selbstständiger eher nicht
  • Meetings (persönlich, als auch online über Dienste, wie Skype, Slack oder Microsoft Teams)
  • Besprechungen über den Fortschritt, die Arbeitsverteilung und Feedback

Nicole Kraemer (MSS 11)

Maschinenbauingenieur

Der Beruf des Maschinenbauingenieurs ist in vielen Bereichen unserer heutigen Welt vertreten. Man konstruiert ein Produkt und lässt es Wirklichkeit werden. Dabei muss man zuerst Information sammeln und Diskussionen führen, um dann am Computer die gewünschten Produkte zu designen. Daraufhin folgt die Umsetzung des Produkts im Labor oder in der Werkstatt. Bevor es dann jedoch auf den Markt kommt werden zahlreiche Tests durchgeführt. Die Aufgaben des Ingenieurs ändern sich jedoch von Tag zu Tag, je nach Entwicklung des Projektes. Im Studium hat man neben den Pflichtfächern auch noch diverse Wahlfächer, um sich individuell in speziellen Gebieten zu vertiefen.

Infos zum Studium(Maschinenbau):

-an der Universität oder Hochschule

-7 Semester Bachelor-Studium (Grundlagen in naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Bereichen)

-3 Semester Master-Studium (Vertiefung in maschinenbaulichen, thermodynamischen und anwendungsorientierten Grundlagen)

-Praxissemester in Industrie

-gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind hilfreich

Berufsmöglichkeiten:

-Automobilindustrie (Daimler AG, Inspectomation GMBH)

-Forschung (Forschungsinstitute z. B in Mannheim)

-Entwicklung (ESRF, GIZ)                                              

-Medizintechnik

-Konstruktion

->Außerdem gibt es zahlreiche Berufschancen und auch generell gute Aufstiegsmöglichkeiten, wobei das Einstiegsgehalt bei 46.391 (Bachelor) und 48.749 (Master) pro Jahr liegt.                  

Fabian Benner (MSS 11)

Der Beruf des Metallurgen

Metallurgen beschäftigen sich generell mit der Zusammensetzung, der Bearbeitung oder den Einsatzmöglichkeiten von Metallen. Metallurgensind Experten in allen Fragen, die metallische Materialien betreffen - von der Entwicklung neuer Legierungen (Metallmischungen) und neuer Kombinationen wie zum Beispiel Verbundwerkstoffen (Werkstoff aus mehreren Materialien) über deren Herstellung und Verarbeitungsmöglichkeiten bis hin zu Entwicklung und Steuerung von Recyclingverfahren.

Arbeitsaufgaben:

Einen typischen Arbeitstag gibt es beim Metallurgen oft nicht, da die Aufgaben sehr vielfältig sind. Als Metallurge gibt man vor, wie das Metall gefertigt werden muss, um bestimmte Eigenschaften zu erfüllen. Noch dazu nimmt man an Forschungsprojekten teil, um neue Legierungen zu erstellen und auszuprobieren. Weiterhin hilft man bei Kundenfragen, wie z.B. welche Legierung ist für die Anwendung am besten geeignet.

Studium:

Um im Beruf des Metallurgen zu arbeiten, wählt man zuerst einmal einen passenden Studiengang mit dem passenden Schwerpunkt. Einen Studiengang Metallurgie gibt es nicht, stattdessen bieten sich Fächer wie zum Beispiel Materialwissenschaften, Werkstofftechnik, Werkstoffwissenschaften oder Metallingenieurwesen an. Dort findest du auch Vertiefungsfächer wie Metallurgie, Nicht-Eisen-Metallurgie oder Metallurgie und Recycling. Wenn man heute Metallurg werden wollen würde, dann sind die die Berufschancen besonders günstig. Dazu beträgt der Einstiegsgehalt für eine Metallurgen um die 3000-4000€ pro Monat.                    

Alexander Lundquvist (9b)